
Federbierball
09:45 Uhr
„Sportlicher Ernst trifft flüssiges Brot.“
Die Erzählung
Frisch beschärpt, aber noch durch und durch Indoorio: Der erste Prüfstein ist die Wurfhand. Draußen wird geworfen — das Seil über den Ast, der Sack ins Boot, der Rucksack auf die Ladefläche —, aus Entfernung und ohne Zielhilfe. Dass dabei getrunken wird, macht es nicht leichter, aber gerechter: Wer trifft, trinkt; wer trinkt, trifft schlechter. So kommt an diesem Morgen niemand zu schnell in den Himmel.
Die Prüfung
Zwei Mannschaften stehen sich in etwa zehn Schritt Abstand gegenüber, in der Mitte zwischen ihnen die Körbe. Geworfen wird nicht mit dem Ball, sondern mit dem Federball — der fliegt launisch, bremst in der Luft ab und macht aus jedem Wurf eine Glaubensfrage. Landet ein Federball im Korb, trinkt die werfende Mannschaft — so lange, bis die Gegenseite ihn aus dem Korb geholt und hinter ihrer eigenen Linie abgelegt hat. Danach wird von vorn geworfen. Es gewinnt das Team, dessen Getränke zuerst leer sind.